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Hannover, 10.10.2013
DGB kritisiert fragwürdige Mindestlohnberechnungen des
Instituts der Deutschen Wirtschaft

Dr. Patrick Schreiner, beim DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen –
Sachsen-Anhalt für Wirtschaftspolitik zuständig, hat heute
Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), wonach
ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro im internationalen Ver-
gleich gemessen am Durchschnittlohn an der Spitze liege, als intrans-
parent und fragwürdig kritisiert. Dazu sagte Hartmut Tölle, Vorsitzen-
der des DGB-Bezirks: „Seit Jahren wenden sich die Arbeitgeberver-
bände gegen die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindest-
lohns. Argumente liefert ihnen dafür ihr Wirtschaftsforschungsinstitut,
das IW. Zur wissenschaftlichen Redlichkeit gehört es aber, Datenquel-
len zu nennen und Berechnungsverfahren darzustellen. Gegen diesen
Grundsatz verstößt das IW in seinen Berechnungen zur relativen Höhe
des von uns Gewerkschaften geforderten Mindestlohnes in Höhe von
8,50 Euro.“
Schreiner hat Zweifel an der Korrektheit der IW-Zahlen heute in einem
ausführlichen Artikel auf den NachDenkSeiten
(www.nachdenkseiten.de) anhand von aktuellen Zahlen und methodi-
schen Überlegungen dargelegt und begründet. Zuvor hatte er trotz
mehrfacher Nachfrage weder eine Auskunft über die zugrundeliegen-
den Daten noch über die Berechnungsverfahren des
IW-Mindestlohnvergleichs erhalten. Dies verstärkt den Verdacht, dass
die Behauptungen des IW zur relativen Höhe eines Mindestlohns von
8,50 Euro nicht haltbar sind. Schreiner: „Weder die Zahlen des IW
noch die Berechnungsverfahren sind nachvollziehbar. Dieser Vorgang
ist besonders ärgerlich, weil die IW-Ergebnisse unhinterfragt von Drit-
ten übernommen wurden – unter anderem in journalistischen Artikeln
und in wissenschaftlichen Arbeiten.“
Für Hartmut Tölle zeigt dieser Fall: „Es ist Zeit, dass die Arbeitgeber-
seite ihren Widerstand aufgibt und auf seriöser Basis argumentiert. Die
überwiegende Mehrheit der Bevölkerung wünscht einen allgemeinen
gesetzlichen Mindestlohn.“
Ansprechpartner: Dr. Patrick Schreiner, 0511-12601-30; 0151-
52879293

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